Geld zurück bei Flugstornierung

100 Prozent Stornokosten nach der Stornierung von Flugtickets? Ist es richtig, dass ein Fluggast, der sein Flugticket vor Antritt des Fluges storniert oder nicht zum Abflug erscheint, nichts oder so gut wie nichts des Ticketpreises zurückerhält?

Ungültige Beförderungsbedingungen

Die Situation kann Geschäftsreisende oder Touristen gleichermaßen treffen: Ein Flugticket muss gemäß den üblichen Gepflogenheiten aller Fluggesellschaften in voller Höhe im Voraus bezahlt werden. Wenn dann ein ungeplantes Ereignis eintritt, das die Teilnahme an der Reise unmöglich oder unnötig macht, stößt der Fluggast bei den Fluggesellschaften meistens auf Granit. Unter Berufung auf die allgemeinen Beförderungsbedingungen weigern sich die Fluggesellschaften, den Ticketpreis auch nur teilweise zu zurückzuzahlen: Eine Erstattung sei aufgrund des gewählten Tarifs bei Nichtantritt des Fluges nicht möglich, heißt es dann sinngemäß. Bei Stornierung des Flugtickets oder Nichterscheinen zum Flug (No Show) werden damit 100 Prozent des Preises als Stornokosten für den Flug berechnet.

Nahezu alle Fluggesellschaften operieren mit diesen Klauseln. Oft ist es noch nicht einmal mehr möglich, Flüge umzubuchen, beziehungsweise Flugzeiten zu verschieben. Stattdessen müssen sie storniert werden, damit man einen zusätzlichen Flug buchen muss. Das bedeutet: doppelte Kosten. Das muss aber gar nicht sein. Die Klauseln, dass bei Nichtinanspruchnahme der Leistung 100 Prozent Stornokosten anfallen, sind aus rechtlicher Sicht nichtig.

Stornokosten für Flug: Genaue Berechnung nötig

Wenn der Kunde einer Fluggesellschaft einen Flug stornieren will und deswegen am Flug nicht teilnimmt, erspart sich die Fluggesellschaft Aufwendungen. Diese muss sie dem Kunden erstatten. Hierbei handelt es sich in erster Linie um die Steuern und Gebühren, die am Flughafen anfallen. Daneben muss die Fluggesellschaft dem Fluggast abrechnen, welchen Anteil an Kerosin sie einspart. Auch weitere Einsparungen infolge der Nichtteilnahme am Flug, wie zum Beispiel für die Verpflegung an Bord müssen angegeben werden. Schließlich muss eine Fluggesellschaft auch noch darlegen, dass sie den Flugschein nicht anderweitig verkauft und somit zusätzlichen Erlös erzielt hat. All diese Positionen von Einsparungen müssen ausgerechnet und dem Fluggast nach einer Stornierung dargelegt und ausgezahlt werden. Wenn die Fluggesellschaft nach Aufforderung durch den Fluggast eine solche Abrechnung nicht vornimmt, spricht die gesetzliche Vermutung für den Fluggast, dass 95 Prozent des vereinbarten Entgelts infolge der Nichtbeförderung des Fluggastes als ersparte Aufwendungen zu betrachten sind. Die Fluggesellschaft muss dann diese 95 Prozent des Ticketpreises an den Fluggast auszahlen. Natürlich sträuben sich die Fluggesellschaften, ihren Fluggästen nach Stornierung das Entgelt zurückzuzahlen.

In vielen Fällen kann den Fluggästen wirklich geholfen werden, vor allem dann, wenn sie qualifizierte Hilfe bereits mit der Stornierung des Flugtickets in Anspruch nehmen. Vor Durchführung des geplanten Flugereignisses kann man noch Informationen über den Flug sammeln, die wichtig sind für die erfolgreiche Durchsetzung des Rückforderungsanspruchs.

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